Die Neuordnung des milliardenschweren Fregattenprojekts F126 sorgt in Mecklenburg-Vorpommern für erhebliche Unruhe. Die Landesregierung fordert vom Bundesverteidigungsministerium verbindliche Perspektiven für die Peene-Werft in Wolgast und den Schiffbaustandort Wismar.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig erklärte nach Gesprächen mit Verteidigungsminister Boris Pistorius, die Peene-Werft müsse auch an den künftig geplanten Fregatten beteiligt werden. Der Stopp des bisherigen Vorhabens sei nicht durch mangelhafte Arbeit in Wolgast verursacht worden. Vielmehr habe das Projekt unter Verzögerungen, steigenden Kosten und wachsenden Risiken beim bisherigen Generalunternehmer gelitten.

Auch die CDU in Mecklenburg-Vorpommern fordert schnelle Klarheit. Landes- und Fraktionschef Daniel Peters bezeichnete die Entwicklung als schweren Schlag für Vorpommern. Die Beschäftigten hätten mit langfristigen Aufträgen gerechnet. Nun müsse sichergestellt werden, dass Wolgast bei einer möglichen Neuvergabe nicht leer ausgehe.

Für Mecklenburg-Vorpommern geht es damit nicht allein um einen einzelnen Rüstungsauftrag. Es geht um die Frage, ob der milliardenschwere Ausbau der Bundeswehr auch industrielle Wertschöpfung und qualifizierte Arbeit im Nordosten schafft.

Was ist beim Fregattenprojekt F126 geschehen?

Die Bundeswehr hatte mit der Fregattenklasse F126 eines ihrer größten Marinebeschaffungsprojekte auf den Weg gebracht. Die Schiffe sollen ältere Einheiten ersetzen und für weltweite Einsätze, Überwachung, U-Boot-Jagd sowie den Schutz von Seewegen eingesetzt werden.

Das bisherige Projekt geriet jedoch zunehmend unter Druck.

Als Probleme wurden insbesondere genannt:

  • Verzögerungen im Projektablauf,
  • steigende Gesamtkosten,
  • technische und vertragliche Risiken,
  • Schwierigkeiten beim bisherigen Generalunternehmer,
  • Unsicherheit über Liefertermine.

Das Verteidigungsministerium will die Beschaffung deshalb neu ordnen. Welche Werften künftig welche Arbeiten übernehmen und in welcher Form das Projekt fortgesetzt wird, ist politisch und wirtschaftlich von großer Bedeutung.

Peene-Werft war Teil des bisherigen Programms

Die Peene-Werft in Wolgast war als wichtiger Produktionsstandort in das F126-Projekt eingebunden.

Dort bestehen Erfahrung und technische Fähigkeiten im Marineschiffbau. Das auf dem Werftgelände ansässige Konstruktionsbüro Ost arbeitet nach Unternehmensangaben unter anderem an Projekten der Fregattenklassen F125 und F126, an Korvetten, Flottendienstbooten sowie Marinebetriebsstoffversorgern.

Der Standort besitzt damit keine bloße Zulieferfunktion. In Wolgast bestehen spezialisierte Konstruktion, Fertigung und Erfahrungen mit militärischem Schiffbau.

Schwesig fordert Beteiligung der Peene-Werft

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig verlangt, dass die Bundesregierung bei der Neuordnung der Marinebeschaffung die Peene-Werft berücksichtigt.

Sie verwies darauf, dass die Arbeit in Wolgast nicht Ursache für die Schwierigkeiten des bisherigen Projekts gewesen sei. Die Beschäftigten dürften deshalb nicht für Fehlentwicklungen an anderer Stelle bezahlen.

Gespräche mit Verteidigungsminister Pistorius

Schwesig sprach nach eigenen Angaben mit Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius über die Zukunft der betroffenen Werften.

Die Landesregierung erwartet, dass Mecklenburg-Vorpommern bei neuen Aufträgen nicht nur politisch erwähnt, sondern tatsächlich mit konkreten Arbeitspaketen berücksichtigt wird.

Dazu könnten gehören:

  • Bau von Schiffssektionen,
  • Konstruktion und technische Planung,
  • Ausrüstung von Marineschiffen,
  • Reparatur und Wartung,
  • Modernisierung bestehender Einheiten,
  • Bau weiterer Korvetten oder Unterstützungsschiffe.

Entscheidend wird sein, ob daraus verbindliche Verträge und nicht nur politische Absichtserklärungen entstehen.

CDU spricht von schwerem Schlag für Vorpommern

Auch die oppositionelle CDU unterstützt grundsätzlich die Forderung nach neuen Marineaufträgen für Mecklenburg-Vorpommern.

Daniel Peters erklärte, die Neuordnung des F126-Projekts treffe Vorpommern hart. Viele Beschäftigte hätten auf eine langfristige Beteiligung vertraut. Bei einer milliardenschweren Neuvergabe müsse Verantwortung gegenüber den betroffenen Regionen übernommen werden.

Parteipolitischer Streit tritt zunächst in den Hintergrund

SPD und CDU setzen in dieser Frage ähnliche Schwerpunkte.

Beide Seiten verlangen:

  • Planungssicherheit für die Werften,
  • Schutz qualifizierter Arbeitsplätze,
  • Berücksichtigung Wolgasts bei neuen Marineprojekten,
  • eine industrielle Beteiligung Mecklenburg-Vorpommerns,
  • schnellere Entscheidungen des Bundes.

Diese weitgehende Übereinstimmung zeigt, welchen Stellenwert der Schiffbau für das Land besitzt.

Warum die Peene-Werft für Vorpommern so wichtig ist

Die Peene-Werft gehört zu den bedeutenden Industrieunternehmen in Vorpommern.

Die Region verfügt nur über eine begrenzte Zahl großer industrieller Arbeitgeber. Fallen dort langfristige Aufträge weg, sind die Auswirkungen deshalb besonders schwerwiegend.

Werftarbeitsplätze schaffen regionale Wertschöpfung

An einem Marineauftrag hängen nicht nur die Beschäftigten auf dem Werftgelände.

Auch weitere Unternehmen profitieren:

  • Metall- und Maschinenbaubetriebe,
  • Elektrotechnikunternehmen,
  • Ingenieurbüros,
  • Logistikfirmen,
  • Handwerksbetriebe,
  • Sicherheits- und Servicedienstleister,
  • Hotels und Gastronomie für externe Fachkräfte.

Ein langfristiger Bundeswehrauftrag kann damit über viele Jahre wirtschaftliche Stabilität für die Region schaffen.

Rheinmetall baut Marineschiffbau aus

Die Peene-Werft gehört inzwischen zum Rheinmetall-Konzern. Rheinmetall hat die frühere Naval Vessels Lürssen übernommen und bündelt damit zusätzliche Fähigkeiten im Marinebereich.

Zum Werftverbund gehören neben der Peene-Werft auch Blohm+Voss in Hamburg, die Norderwerft und die Neue Jadewerft. Nach Unternehmensangaben konzentriert sich der Neubau von Marineschiffen und Küstenwachbooten insbesondere auf Wolgast und Hamburg.

Wolgast ist kein austauschbarer Nebenstandort

Die Peene-Werft verfügt über gewachsene Erfahrungen im militärischen Schiffbau. Dort wurden und werden Korvetten, Küstenschutzfahrzeuge sowie Teile größerer Marineprojekte gefertigt.

Die Unternehmensstruktur kann neue Chancen eröffnen. Rheinmetall gehört zu den größten deutschen Rüstungskonzernen und will seine Aktivitäten im Marinebereich deutlich ausweiten.

Ob daraus dauerhaft mehr Arbeit in Wolgast entsteht, hängt jedoch von konkreten Bundeswehr- und Exportaufträgen ab.

Wismar soll ebenfalls vom Marineausbau profitieren

Neben Wolgast richtet sich der Blick auf Wismar.

Der Standort soll künftig stärker in den militärischen Schiffbau einbezogen werden. TKMS plant dort unter anderem Aktivitäten im U-Boot-Bau. Ein möglicher kanadischer Großauftrag über bis zu zwölf U-Boote könnte zusätzliche Perspektiven schaffen, wobei der Vertrag noch nicht endgültig ausgehandelt ist.

Zwei starke Werftstandorte im Land

Mecklenburg-Vorpommern könnte mit Wolgast und Wismar zwei wichtige maritime Industriestandorte entwickeln:

Wolgast mit Erfahrung im Bau von Marine- und Küstenschutzschiffen.

Wismar mit großen Hallen, Docks und möglicher Beteiligung an U-Boot- sowie weiteren Marineprogrammen.

Eine sinnvolle Aufgabenteilung könnte beide Standorte langfristig sichern, sofern die Unternehmen ausreichend Aufträge erhalten.

Bundeswehrinvestitionen müssen auch im Osten ankommen

Deutschland erhöht seine Verteidigungsausgaben erheblich. Die Bundeswehr benötigt neue Schiffe, Flugzeuge, Fahrzeuge, Munition und Infrastruktur.

Mecklenburg-Vorpommern besitzt dafür gute Voraussetzungen:

  • Küstenlage an der Ostsee,
  • Marine- und Werfttradition,
  • große Hafenanlagen,
  • erfahrene Fachkräfte,
  • Bundeswehrstandorte,
  • maritime Forschung,
  • vorhandene Industrieflächen.

Beschaffungspolitik ist auch Strukturpolitik

Militärische Aufträge werden in erster Linie nach sicherheits-, technischen und wirtschaftlichen Kriterien vergeben.

Dennoch hat die Standortentscheidung erhebliche regionale Folgen.

Wenn Milliarden aus dem Bundeshaushalt fließen, stellt sich auch die Frage, in welchen Regionen daraus:

  • Arbeitsplätze,
  • Ausbildungsplätze,
  • Unternehmensgewinne,
  • Steuereinnahmen,
  • Forschung,
  • technische Kompetenz

entstehen.

Mecklenburg-Vorpommern fordert deshalb nicht zwingend eine Sonderbehandlung. Das Land will bei vorhandener Leistungsfähigkeit angemessen beteiligt werden.

Marine gewinnt für die Ostsee an Bedeutung

Die sicherheitspolitische Bedeutung der Ostsee ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen.

Deutschland und seine NATO-Partner schützen dort:

  • Seewege,
  • Energieanlagen,
  • Datenkabel,
  • Häfen,
  • militärische Transportwege,
  • die Küsten der Bündnisstaaten.

Die Deutsche Marine benötigt daher einsatzfähige Schiffe, ausreichend Personal und moderne Überwachungstechnik.

Schutz kritischer Infrastruktur

Vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns üben Marine, Forschung und Industrie bereits den Schutz kritischer Infrastruktur. Dabei werden auch autonome Systeme, Sensoren und maritime Datenverarbeitung eingesetzt.

Das Land positioniert sich zugleich als Standort für sicherheitsrelevante maritime Technologie. Im Juni kamen in Berlin mehr als 100 Vertreter aus Politik, Bundeswehr, Wissenschaft und Wirtschaft zu einer Veranstaltung über maritime Innovationen aus Mecklenburg-Vorpommern zusammen.

Zivile und militärische Industrie wachsen zusammen

Moderne Marineschiffe benötigen weit mehr als Stahl und Motoren.

Zu ihrer Ausstattung gehören unter anderem:

  • Radarsysteme,
  • Kommunikationstechnik,
  • Software,
  • elektronische Kampfführung,
  • Sensoren,
  • Drohnenabwehr,
  • unbemannte Fahrzeuge,
  • sichere Datenverbindungen,
  • komplexe Führungsanlagen.

Damit entstehen Chancen für Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die bisher nicht unmittelbar im klassischen Schiffbau tätig waren.

Neue Wertschöpfung für Hochschulen und Mittelstand

Mecklenburg-Vorpommern könnte Marineaufträge nutzen, um Kooperationen zwischen Werften, Hochschulen und Technologieunternehmen auszubauen.

Mögliche Bereiche sind:

  • Unterwasserrobotik,
  • autonome Boote,
  • künstliche Intelligenz,
  • maritime Überwachung,
  • Cybersicherheit,
  • Antriebstechnik,
  • Materialforschung.

Der wirtschaftliche Nutzen wäre größer, wenn nicht nur Schiffsrümpfe gebaut, sondern auch hochwertige technische Systeme im Land entwickelt würden.

Arbeitsplätze brauchen langfristige Auftragslinien

Werften können nicht dauerhaft von einzelnen, weit auseinanderliegenden Großaufträgen leben.

Fachkräfte müssen beschäftigt, ausgebildet und im Unternehmen gehalten werden. Große Unterbrechungen zwischen Projekten führen dazu, dass Beschäftigte abwandern und Wissen verloren geht.

Bundeswehr braucht verlässliche Beschaffung

Auch für die Streitkräfte ist eine gleichmäßigere Planung vorteilhaft.

Langfristige Beschaffungsprogramme ermöglichen:

  • stabile Belegschaften,
  • planbare Lieferketten,
  • bessere Ausbildung,
  • niedrigere Stückkosten,
  • Erhalt technischer Fähigkeiten,
  • schnellere Reparaturen.

Ständige Projektabbrüche und Neuausschreibungen können dagegen Kosten erhöhen und die Auslieferung dringend benötigter Schiffe weiter verzögern.

F126-Neuordnung darf nicht zu weiteren Jahren Verzögerung führen

Die Bundeswehr benötigt moderne Fregatten. Jede grundlegende Neuordnung des Projekts birgt jedoch das Risiko zusätzlicher Verzögerungen.

Die Marine muss ältere Schiffe länger betreiben, wenn neue Einheiten später ausgeliefert werden.

Offene Fragen zum weiteren Verfahren

Politisch zu klären sind nun unter anderem:

  • Wird das gesamte Projekt neu vergeben?
  • Welche Rolle übernimmt TKMS?
  • Welche Aufträge erhält Rheinmetall?
  • Wie wird die Peene-Werft beteiligt?
  • Welche Arbeiten gehen nach Wismar?
  • Bleibt die geplante Zahl der Schiffe bestehen?
  • Wie verändert sich der Kostenrahmen?
  • Wann kann die erste neue Fregatte ausgeliefert werden?

Das Verteidigungsministerium steht unter Druck, zügig ein belastbares Konzept vorzulegen.

Qualifizierte Fachkräfte dürfen nicht verloren gehen

Marineschiffbau benötigt Spezialisten mit jahrelanger Erfahrung.

Dazu gehören:

  • Schiffbauer,
  • Schweißer,
  • Konstrukteure,
  • Ingenieure,
  • Elektroniker,
  • Systemintegratoren,
  • Projektplaner,
  • Qualitätsprüfer.

Diese Fachkräfte lassen sich nicht kurzfristig ersetzen.

Auftragslücken gefährden Wissen

Wenn Beschäftigte wegen fehlender Arbeit zu anderen Unternehmen oder in andere Bundesländer wechseln, verliert die Region wertvolles Wissen.

Ein späterer Wiederaufbau der Kapazitäten wäre teuer und zeitaufwendig.

Deshalb fordert die Landespolitik zu Recht schnelle Klarheit. Selbst ein grundsätzlich positiver Auftrag hilft wenig, wenn er erst nach einer mehrjährigen Beschäftigungslücke wirksam wird.

Ausbildung muss Teil der Marineaufträge sein

Neue Aufträge sollten nicht nur bestehende Stellen sichern, sondern zusätzliche Ausbildungsplätze schaffen.

Der Schiffbau bietet Berufe mit hoher technischer Qualität und langfristiger Perspektive.

Junge Menschen in Vorpommern halten

Gerade Vorpommern kämpft seit Jahren mit Abwanderung und fehlenden gut bezahlten Industriearbeitsplätzen.

Eine starke Peene-Werft kann jungen Menschen ermöglichen, in der Region zu bleiben und dort eine berufliche Zukunft aufzubauen.

Dafür braucht es:

  • attraktive Ausbildungsvergütung,
  • Kooperationen mit Berufsschulen,
  • duale Studiengänge,
  • Übernahmegarantien,
  • bezahlbaren Wohnraum,
  • gute Verkehrsanbindungen.

Bundeswehrbeschaffung kann damit auch zur Stabilisierung ländlicher Regionen beitragen.

Rüstungsaufträge bleiben politisch umstritten

Der Ausbau militärischer Produktion wird gesellschaftlich kontrovers diskutiert.

Kritiker warnen vor wachsender Abhängigkeit von Rüstungsaufträgen und einer einseitigen wirtschaftlichen Ausrichtung. Befürworter verweisen auf die veränderte Sicherheitslage und den Modernisierungsbedarf der Bundeswehr.

Werften brauchen möglichst breite Aufstellung

Für Wolgast und Wismar ist eine Mischung aus militärischen und zivilen Projekten langfristig sinnvoll.

Denkbar sind neben Marineschiffen auch:

  • Küstenwachboote,
  • Forschungsschiffe,
  • Spezialschiffe,
  • Behördenfahrzeuge,
  • Reparaturaufträge,
  • Offshore-Technik.

Eine breite Auftragsbasis verringert die Abhängigkeit von einzelnen politischen Beschaffungsentscheidungen.

Landesregierung muss Ergebnisse vorlegen

Die Forderung nach Beteiligung der Peene-Werft ist politisch nachvollziehbar.

Entscheidend sind jedoch die tatsächlichen Resultate der Gespräche mit dem Bund und den Unternehmen.

Diese Punkte sollten transparent werden

Die Landesregierung sollte informieren:

  • welche Arbeiten Wolgast konkret erhalten soll,
  • wie viele Arbeitsplätze davon abhängen,
  • wann neue Aufträge beginnen,
  • welche Investitionen am Standort vorgesehen sind,
  • welche Rolle Rheinmetall übernimmt,
  • welche Projekte für Wismar geplant sind,
  • ob das Land finanzielle Unterstützung gewährt.

Allgemeine Aussagen über gute Gespräche reichen angesichts der Bedeutung für die Region nicht aus.

Der Marineausbau darf an Mecklenburg-Vorpommern nicht vorbeigehen

Die Neuordnung des Fregattenprojekts F126 schafft Unsicherheit für die Peene-Werft in Wolgast. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und die CDU-Opposition fordern deshalb übereinstimmend, Mecklenburg-Vorpommern an den kommenden Marineaufträgen zu beteiligen.

Diese Forderung ist wirtschaftlich und industriepolitisch nachvollziehbar.

Wolgast verfügt über Erfahrung im Marineschiffbau, ein spezialisiertes Konstruktionsbüro und qualifizierte Beschäftigte. Wismar besitzt ebenfalls große industrielle Kapazitäten und könnte durch U-Boot- und weitere Marineprojekte wachsen.

Nun muss der Bund schnell entscheiden.

Die Bundeswehr benötigt moderne Schiffe. Die Werften benötigen verlässliche Aufträge. Vorpommern benötigt gut bezahlte Industriearbeitsplätze.

Ob aus der Aufrüstung der Bundeswehr ein dauerhafter wirtschaftlicher Nutzen für Mecklenburg-Vorpommern entsteht, entscheidet sich nicht an politischen Erklärungen. Entscheidend ist, welche Schiffe und Sektionen künftig tatsächlich in Wolgast und Wismar gebaut werden.